Livestreams mit dem Smartphone & Krisenkommunikation per Video – #onlinevideocontentblog

Aus gegebenem Anlass rund um COVID-19 möchte ich heute ein Thema vorziehen, dass wir erst etwas später behandelt hätten. Und zwar: Video als Tool der Krisenkommunikation. Wir alle haben es die letzten Tage und Wochen mitbekommen. Das Coronavirus und die daraus resultierende Lungenkrankheit COVID-19 zwingen unseren Staat, einschneidende Maßnahmen für die Bevölkerung zu setzen. Ich möchte hier aber nicht breittreten was ohnehin schon Tag und Nacht in den Medien zu hören ist. Ich möchte lediglich ein großes Dankeschön an unsere Regierung richten, dass diese Krise so professionell gemanagte wird und ein Dankeschön an jeden Mitbürger richten, dass sie oder er zu Hause bleibt.

Kommen wir aber zum Thema: Gerade in Krisensituationen und -zeiten spielt das Thema Kommunikation eine riesige Rolle. Auch bei uns wird zur Zeit seitens des Staates und der öffentlichen Einrichtungen Krisenkommunikation par excellence betrieben wie ich finde. Und mitten in diesem Thema Krisenkommunikation und der Frage wie erreiche ich die Bevölkerung möglichst einfach und effizient findet sich das Thema Video als Tool der Krisenkommunikation wieder.

Wie schon in den vorangegangenen Videos immer wieder betont ist der große Vorteil von Kommunikation mittels Video der, dass man die gewünschten Informationen kompakt, schnell und einfach an die Zuseher transportieren kann. Gerade deswegen ist Video Content und vor allem Online Video Content in der Krisenkommunikation ein zentrales Element. Wenn wir uns die Situation gegenwärtig in Österreich anschauen können wir deutlich sehen, dass der Großteil der für die Bevölkerung notwendigen Informationen per Video kommuniziert wird. Allen voran der Österreichische Rundfunk (ORF), leistet mit Spezialsendungen und Nachrichtenformaten neben den klassischen Printmedien einen wertvollen Beitrag dazu, dass sämtliche Bürger über die aktuelle Lage Bescheid wissen. Neben den klassischen Medien wie Zeitungen, der Rundfunk und das Radio spielt aber heutzutage auch Social Media und Kommunikation über Online-Kanäle eine wichtige Rolle und wenn wir uns hier anschauen, wie zur Zeit Informationen verbreitet werden sehen wir ganz klar, dass Online Video Content neben klassischen Visual Statements (Grafiken) ganz vorne mitspielt. Gerade die öffentliche Hand greift vermehrt auf Online Video Content zurück, um die Bevölkerung dort abzuholen, wo sie sich aufhält, und das ist in der Zeit einer Ausgangsbeschränkung nun mal das Internet.

Ein weiterer spannender Punkt, und auf diesen möchte ich mit diesem Beitrag hinaus, ist das Thema des Streamens über Facebook, Instagram und Co. Die Ministerien machen es gerade zur jetzigen Zeit gut vor und streamen sämtliche Pressekonferenzen und notwendigen Videos mit Informationen für die Bevölkerung auf den diversen Plattformen. Nicht jeder Jugendliche bzw. junge Erwachsene hat mehr einen Fernseher bzw. einen Kabelanschluss und so bekommen auch jene Gruppen alle Nachrichten und aktuellen Infos rund um die COVID-19 Krise mit indem sie sich über Facebook (als Beispiel) zuschalten können. Aber nicht nur der Staat nutzt vermehrt Live-Streams in der jetzigen Situation. Auch die katholische Kirche hat diese Art der Videokommunikation für sich entdeckt und streamt seit Beginn dieser Woche ihre Gottesdienste, damit die Gläubigen nach wie vor die heilige Messe feiern können. Auch andere Glaubensgemeinschaften haben sich hier angeschlossen und so gibt es die Möglichkeit das tägliche Gebet, den Gottesdienst und Ähnliches übers Internet abzuhalten. Ihr seht, Livestreams sind nicht nur für den Rundfunk und den Staat interessant, sondern können auch anderwertig sinnvoll eingesetzt werden.

Wenn auch ihr zurzeit weiterhin Kontakt mit euren Kunden und Geschäftspartnern halten wollt oder eine Veranstaltung abgesagt wurde, die von euch organisiert wird könnt ihr Video-Livestreams nutzen, um trotzdem nach wie vor eure Communities, Gäste etc. zu erreichen. Als kleines Beispiel: Nicht nur die Pressekonferenzen seitens des Staates bedienen sich dieser Technologie, auch die Glaubensgemeinschaften in Österreich und vor allem Künstler und die Veranstaltungsszene. Der Pop-Sänger James Blunt hat zum Beispiel als Reaktion, dass sein Konzert in Hamburg wegen des Virus abgesagt wurde entschlossen, dass er trotzdem Auftritt. Und so fand das Konzert via Streaming im Internet statt.

Die Frage ist: Kann jeder streamen oder braucht man dafür Spezialequipment? Generell kann ich sagen, dass es mit jedem Smartphone möglich ist, Livestreams zu starten und abzuhalten. Um diese Streams allerdings zu optimieren, solltet ihr auf ein paar Dinge achten, damit eure Zuseher den Stream auch in einer guten Qualität bekommen. Was sind also die wichtigsten Punkte, wenn ich mit dem Smartphone streamen will.

Punkt 1 – Kündigt euren Livestream flächendeckend über Social Media an.

Ihr solltet ein paar Tage im Voraus und bis zum Tag des Streams regelmäßig betonen und kommunizieren, dass so etwas stattfindet, um stabile Zuschauerzahlen zu haben.

Punkt 2 – Besorgt euch, wenn möglich ein externes Mikrofon für euer Smartphone.

Entweder kabelgebunden oder per Bluetooth. Das Bild ist bei den neueren Smartphone-Modellen auf jeden Fall ausreichend hochwertig. Was Probleme machen kann, ist der Ton, weil das eingebaute Mikrofon in den Geräten meisten nicht dafür ausgelegt ist, dass eine Person von weiter weg gut aufgenommen wird. Besorgt euch also ein externes Mikrofon, dass ihr für die Übertragung verwendet.

Punkt 3 – Haltet das Bild stabil.

Gerade wenn ihr längere Übertragungen vorhabt, ist es wichtig, dass das Bild nicht verwackelt ist, weil das für den Zuseher mühsam zum Ansehen ist. Holt euch ein Stativ mit Handyhalterund und befestigt euer Smartphone an einem schweren Gegenstand damit dieses stabil steht und sich auch über längere Zeit nicht bewegt. Solltet ihr keine Handyhalterung fürs Stativ haben, klebt das Smartphone zur Not mit Tape irgendwo hin oder auf euer Stativ. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ihr Handyhalterungen aus Autos vom Rad oder dergleichen hernehmt und diese an anderen Gegenständen befestigt. Hier kann man ruhig kreativ sein.

Punkt 4 – Schaut, dass die Verbindung stabil ist.

Streamt von Orten, wo ihr eine gute Anbindung ans Netz habt. Das könnt ihr vor allem am Smartphone leicht herausfinden indem ihr an dem Ort, an dem ihr eure Übertragung starten wollt einen Speed-Test über eine dafür vorgesehene Internet-Plattform durchführt. Generell solltet ihr bei diesem Test eine Upload-Rate von 6 bis 8 Mbit pro Sekunde als Minimalwert angezeigt bekommen, damit ihr stabil in FullHD streamen könnt. Generell gilt, dass ruhige Inhalte auch mit knapp 2,5 Mbit pro Sekunde gestreamt werden können und nur komplexere Inhalte eine größere Datenübertragungsrate benötigen. Damit die Übertragung aber stabil ist, solltet ihr euch an den 6 bis 8 Mbit/Sek orientieren. Ein kleiner Hinweis nebenbei: Das Ergebnis von eurem Speed-Test ist immer ein Schnittwert. Ihr solltet euch in diesem Fall eher in den Details die Minimalwerte anschauen. Das sind die Werte, mit denen ihr auch über eine längere Dauer rechnen könnt.

Punkt 5 – Lasst euch assistieren.

Wenn ihr mit dem Smartphone über eine längere Zeit übertragen möchtet und selbst vor der Kamera steht, empfiehlt es sich, eine weitere Person zu bitten euch zu assistieren. Diese sollte die Werte (Geschwindigkeit, Zuseher, Reaktionen etc.) im Überblick behalten und gegebenenfalls reagieren, wenn es zu Störungen oder dergleichen kommt. Auch der Akku des Smartphones sollte, wenn dieses nicht am Strom hängt, sehr akribisch kontrolliert werden damit die Übertragung nicht plötzlich mangels vollen Akkus abbricht.

Wenn ihr diese fünf Punkte beherzigt, solltet ihr keine Probleme haben kurze und längere Übertragungen zu starten und gerade in Zeiten, wo der Großteil der Bevölkerung zu Hause bleiben muss, bietet diese Art zu kommunizieren ein riesiges Potenzial. Ihr müsst nur kreativ sein und euch überlegen, was ihr ausstrahlt, wann ihr ausstrahlt und wie ihr den Stream inhaltlich aufbaut, und ihr werdet sehen, die Leute werden zusehen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag helfen. Aus den aktuellen Umständen heraus habe ich mir gedacht, dass wir dieses Thema vorziehen vor allem, weil mich in den letzten Tagen vermehrt Personen angerufen haben, die nun von zu Hause aus übertragen möchten und wissen wollten, wie sie das am besten mit dem Smartphone machen.

Ich freue mich auf die Rückmeldungen und Reaktionen zu diesem Beitrag!

Wir lesen oder sehen uns nächste Woche. Bis dahin: LG und eine erfolgreiche Woche!


Jede Woche neue Beiträge! Trends, Tipps und Background Wissen rund um das Thema Online Video Content! Das alles und einiges mehr gibt’s ab sofort auf diesem Blog! Mein Name ist Paul Kalcher und ich bin Teil der Grazer Medienproduktion Penta Media! Wir produzieren Online Video Content für Werbe- und Kommunikationszwecke für unsere Firmenkunden und in folgendem Blog bekommt ihr jede Woche Tipps, Trends und Background Wissen rund um das Thema Online Video Content um diesen für euch oder euer Unternehmen nutzen zu können! Jeden Donnerstag neu!

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