Werbevideos für Facebook erstellen und gestalten! – #onlinevideocontentblog

Wir kommen schön langsam zum Ende unserer Videoreihe rund um die Plattform Facebook. Fürs Erste zumindest. Heute beschäftigen wir uns mit dem Aufbau und der Umsetzung von Werbevideos auf Facebook. Im Vergleich: Letzte Woche haben wir uns angeschaut, wie ein Kommunikationsvideo für Facebook aufgebaut werden sollte, damit dieses möglichst viele User eurer definierten Zielgruppen erreicht und abholt. Im krassen Gegenteil zu Videos für Kommunikationszwecke stehen aber Werbevideos. Hier geht es nicht primär darum Inhalte über einen gewissen Zeitraum zu vermittelt, sondern vielmehr darum wie man Personen im Feed, der Story oder sonst wo abfängt und diese dazu bewegt eine Reaktion am Beitrag durchzuführen. Im besten Fall ist diese Reaktion ein Klick auf den „Jetzt einkaufen“-Button oder ein Swipe-Up bei einer Story, damit der User auf die gewünschte Website oder den gewünschten Online-Shop kommt. Im Bereich der Online Video Werbung geht es also hauptsächlich darum, eine Conversion des Users zu erzielen. Was bedeutet aber eigentlich Conversion? Conversion bedeutet im Bereich Online-Marketing nichts anderes als die Umwandlung eines Status einer Zielperson. Vereinfacht gesagt, wenn ein User nach oder während der Ansicht eurer Werbeanzeige, eures Werbevideos auf den „Jetzt einkaufen“-Button klickt, ändert dieser seinen Status. Zum Beispiel von einem normalen User zu einem potenziellen Kunden oder interessierten User, je nachdem wie ihr das für euch definiert habt. Und je nach Status des Users und wie gut dieser getrackt wird, könnt ihr ihn danach auch wieder gezielt mit Werbeanzeigen bespielen. Wenn wir uns als Beispiel einen Funnel für ein Produkt anschauen, welches über einen Webshop vertrieben wird können wir in unserem Beispiel vier verschiedene Status für die User definieren:

  • Facebook User
  • Potenzieller Kunde
  • Interessent
  • Kunde

Was ist aber jetzt eigentlich ein Funnel? Auch das möchte ich kurz erklären: Funnel bedeutet wörtlich übersetzt Trichter. Wenn wir uns einen Funnel für ein Produkt anschauen sprechen wir dann im Deutschen von einem sogenannten Verkaufstrichter. Wie bei einem richtigen Trichter ist die Öffnung oben sehr groß und unten sehr klein. Im Vergleich zu einem normalen Trichter allerdings kommt unten nicht das Gleiche heraus, was oben eingefüllt wird. Bei einem Verkaufstrichter verhält es sich so, dass es verschiedene Stufen eines Verkaufs gibt, wo man Kunden bzw. potenzielle Kunden verliert. Wir füllen also – um uns das Ganze bildlich vorzustellen – oben 100 potenzielle Kunden ein und unten kommt ein reeller Kunde heraus. Bitte hängt mich hier nicht auf Details auf. Ich versuche in diesem Fall einen Funnel so simpel wie möglich zu erklären. Wir schalten also auf Social Media Videoanzeigen für ein Getränk. Dafür definieren wir vier Ebenen in unserem Funnel:

  • Werbung – Status: interessierte Person
  • Zugriff auf Website – Status: potenzieller Kunde
  • Zugriff auf Webshop – Status: potenzieller Kunde
  • Verkauf – Status: Kunde

Gehen wir weiterhin von unserem Beispiel aus, dass 100 Personen potenzielle Kunden sind uns aktiv auf unsere Werbeanzeige, unser Werbevideo geklickt haben. Diese User ändern damit ihren Status in unserem Funnel von neutral auf interessierte Person und greifen aktiv auf die Website des Getränks zu. Wenn diese in weiterer Folge durch ein gutes Retargeting oder einen guten Webauftritt den Online-Shop aufrufen ändern sie wieder ihren Status. Diesmal von interessierten Personen zu potenziellen Kunden. In diesem Fall muss aber miteinrechnen, dass von unseren ursprünglich 100 interessierten Personen nur zehn auf den Online-Shop geklickt haben. Unsere Conversion-Rate zwischen den Funnel-Teilen Zugriff auf Website und Zugriff auf Online-Shop liegt also in unserem Beispiel bei 10 %. Wenn wir weiterhin von der gleichen Conversion-Rate im nächsten Teil des Funnels ausgehen ändert ein User dieser zehn potenziellen Kunden seinen Status von potenzieller Kunde auf Kunde und kauft aktiv eine oder mehrere Einheiten des Produktes. Damit sind wir am Ende des Funnels und haben bei 100 Klicks auf unser Werbevideo eine Einheit verkauft.

Mir ist bewusst, dass mich Marketing-Experten jetzt wahrscheinlich verteufeln werden, weil ich das Thema auf gut steirisch so „seicht“ erklärt habe. Ich möchte an dieser Stelle auch anmerken, dass ich versucht habe das möglichst anschaulich zu erklären und deswegen eine eher leichtere Erklärung gewählt habe. Im richtigen Online-Marketing kratzen wir hier natürlich nur an der Oberfläche, da das Thema hochkomplex ist und einer guten Ausbildung bzw. Expertise bedarf.

Ich habe leider schon wieder etwas ausgeholt. Kommen wir zurück zum Thema und schauen uns an, wie wir unsere Videos aufbauen können damit diese zu mehr Leads also Verkäufen führen bzw. eine gute Conversion-Rate aufweisen.

Im Gegensatz zu Kommunikationsvideos sollten Werbevideos eine sehr überschaubare Länge haben, da die Aufmerksamkeitsspanne der User nicht allzu groß ist. Im Feed sollte ein Werbevideo also maximal 30 Sekunden und in der Story maximal 15 Sekunden lang sein, um so wenig User wie möglich dabei zu verlieren. Auf Sprechtext solltet ihr bei dieser Art von Videos weitestgehend verzichten, außer ihr könnt eure Message in ein paar kurzen prägnanten Worten an eure User vermitteln. Musik ist in diesem Bereich sehr zu empfehlen, da sie Emotionen wecken oder verstärken kann und unangenehme Stille bei Aktivierung des Tons am Handy vertreibt.

Euer Werbevideo solltet ihr in den meisten Fällen in drei Teile gliedern:

  • Einstieg mit Störer oder Beauty-Shot
  • Produktplatzierung/Message
  • Call-to-Action

Zu Beginn ist es wichtig, den Zuseher abzuholen, damit dieser bei eurer Anzeige stehen bleibt und nicht weiterscrollt oder -swiped. Um das zu erreichen gibt es zwei gängige Methoden. Ihr baut am Beginn eures Videos einen Störer ein, um die Aufmerksamkeit des Users zu erregen oder platziert eine schöne Aufnahme eures Produktes einer Person oder Ähnlichem im Video. Zweiteres wäre ein sogenannter Beauty-Shot. Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Methoden? Ein Störer funktioniert in den meisten Fällen, da dies eine Aufnahme ist oder sein sollte, die auffällt. Zum Beispiel etwas Übertriebenes, Farbenfrohes, Skurriles oder dergleichen. Der User bleibt stehen und wird in diesem Moment von einem passiven zu einem aktiven Zuseher. Ihr habt also dessen Aufmerksamkeit, um ihm euer Produkt oder eure Dienstleistung (als Beispiel) schmackhaft zu machen. Die zweite Methode ist der Beuty-Shot. Dieser funktioniert am besten im sogenannten Retargeting, also das Bespielen von Usern mit Werbeanzeigen, die das Produkt (z.B.) schon kennen. Hier geht es primär darum, dem User eine schöne Aufnahme von etwas zu zeigen, dass er oder sie kennt, um dessen Interesse am Video zu wecken.

Egal welche der beiden Methoden ihr nehmt, der Einstieg des Videos sollte die User abfangen und das möglichst in den ersten drei Sekunden.

Kleiner Tipp nebenbei: Wenn ihr aktiv mit Ton arbeitet, achtet darauf, dass in den ersten drei Sekunden kein Sprechtext oder kein wichtiges Tonelement vorkommt, da die meisten User die Zeit brauchen, um aktiv ein Video bzw. eine Anzeige aufzurufen und in den meisten Fällen erst dann der Ton aktiviert wird.

Wir kommen also zum zweiten Teil: der Message eures Videos bzw. der Produktplatzierung. Nutzt diesen Mittelteil um euer Produkt, eure Dienstleistung oder etwas anderes gekonnt in Szene zu setzen und dem Kunden zu verkaufen. Die Länge dieses Teils ist davon abhängig, wie lang euer Werbevideo generell ist. Um zu eruieren, wie lange ihr für diesen Mittelteil Zeit habt rechnet einfach die Gesamtlänge des Videos minus dem ersten und dem letzten Teil. Eine kurze Erklärung dazu gibt es gleich.

Um euer Video schlussendlich erfolgreich abzuschließen braucht ihr im Bereich der Videowerbung einen sogenannten Call-to-Action. Ihr müsst den Zuseher aktiv auffordern, eine Handlung an der Anzeige vorzunehmen. Zum Beispiel: Klicke auf „Jetzt einkaufen“ und sichere dir deinen persönlichen Starter-Rabatt in der Höhe von 25 %! Je nachdem welches Ziel euer Video erreichen soll, müsst ihr natürlich den Call-to-Action anpassen. Für diesen Teil des Videos solltet ihr 7 Sekunden hernehmen, wobei in den ersten drei dieser sieben Sekunden die Message also der Call stattfinden sollte und die restlichen vier Sekunden nur mehr dazu genutzt werden sollten, dass das Video nicht gleich zu Ende ist, sondern der Zuseher noch den visuellen Eindruck hat.

Ich habe vorher kurz angeschnitten, dass man sich in Folge dessen ausrechnen kann, wie lange der Mittelteil eures Videos sein sollte. Dazu will ich nun ein kurzes Beispiel bringen.

Bei einer Videoanzeige im Bereich der Facebook-Story sollte das Video eine Gesamtlänge von maximal 15 Sekunden (also einem Storyslot) haben. Von diesen 15 Sekunden braucht ihr drei Sekunden für den Einstieg und sieben Sekunden für den Call-to-Action zum Schluss. Euch bleiben also maximal fünf Sekunden für eure Produktplatzierung. Ähnlich bei einer Videoanzeige im Facebook-Feed. Die empfohlene Gesamtlänge liegt bei 30 Sekunden. Ihr rechnet also 30 – (7+3) und das ergibt folglich maximal 20 Sekunden, die ihr für euren Mittelteil aufwenden solltet.

Wenn ihr euch an diese paar Regeln haltet und etwas herumprobiert, welche Zielgruppe von euch oder eurem Kunden auf welche visuellen Eindrücke am besten reagiert, könnt ihr mit diesem Videoaufbau sehr simpel erfolgreiche Werbevideos produzieren und ausspielen.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Beitrag wieder einen Mehrwert für euch und euer Business vermittelt konnte, und freue mich auf die Rückmeldung dazu.

Wenn ihr Fragen habt oder Erfahrung in diesem Bereich mit anderen teilen wollt, meldet euch einfach bei mir bzw. schreibt einen Kommentar.

Wir lesen oder sehen uns nächste Woche. Bis dahin: LG und eine erfolgreiche Woche!


Jede Woche neue Beiträge! Trends, Tipps und Background Wissen rund um das Thema Online Video Content! Das alles und einiges mehr gibt’s ab sofort auf diesem Blog! Mein Name ist Paul Kalcher und ich bin Teil der Grazer Medienproduktion Penta Media! Wir produzieren Online Video Content für Werbe- und Kommunikationszwecke für unsere Firmenkunden und in folgendem Blog bekommt ihr jede Woche Tipps, Trends und Background Wissen rund um das Thema Online Video Content um diesen für euch oder euer Unternehmen nutzen zu können! Jeden Donnerstag neu!


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